New Noveta Gespräch zwischen Ulrich Bröckling und Gregor Dobler

Entgrenzter Wettbewerb. Zum unternehmerischen Selbst
Gespräch zwischen Ulrich Bröckling und Gregor Dobler
Di, 22.05.2018, 19 Uhr

Die Maxime „Handle unternehmerisch!“ ist der kategorische Imperativ der Gegenwart. Ein unternehmerisches Selbst ist man nicht, man soll es werden. Und man wird es, indem man sich in allen Lebenslagen kreativ, flexibel, eigenverantwortlich, risikobewusst und kundenorientiert verhält. Das Leitbild ist zugleich Schreckbild: Was alle werden sollen, ist auch das, was allen droht. Der Wettbewerb unterwirft das unternehmerische Selbst dem Diktat fortwährender Selbstoptimierung, aber keine Anstrengung vermag seine Angst vor dem Scheitern zu bannen.

Im Rahmen der Ausstellung Fateful von New Noveta spricht Ulrich Bröckling, Autor von Das unternehmerische Selbst: Soziologie einer Subjektivierungsform (2007), mit dem Wirtschaftsethnologen Gregor Dobler im Kunstverein.

Ulrich Bröckling hat nach einer Ausbildung zum Heilpädagogen in Freiburg Soziologie, Geschichte und Philosophie studiert. Nach Tätigkeiten an den Universitäten Konstanz, Leipzig und Halle-Wittenberg ist er seit 2011 Professor für Kultursoziologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. 2017 erschien im Suhrkamp Verlag Gute Hirten führen sanft. Über Menschenregierungskünste.

Gregor Dobler studierte Ethnologie, Politikwissenschaft und Volkskunde in Freiburg im Breisgau, Berlin und Bayreuth und lehrte in Bayreuth und Basel. Seit 2010 ist er Professor am Institut für Ethnologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört u.a. die Ethnologie von Muße und Arbeit.

Eintritt frei


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